8.6.16

National Reliant Rally 2016 1.Tag


Am langen letzten Mai-Wochenende war National Rally des Reliant Owner Clubs in Derby. Noch nicht einmal 230 KM von unserem Haus in Richmind entfernt, das ist ja keine Entfernung für unseren langstreckenerprobten Robin.  Und so haben Anton und ich uns auf den Weg gemacht um Samstag und Sonntag in Derby ein paar Reliant Enthusiasten zu treffen.

Ganz vorne das älteste noch erhaltene Dreirad von Reliant
Rally klingt jetzt sehr sportlich, ist aber in Anbetracht der Fahrzeuge und ihrer Besitzer ein etwas beschauliches Ereignis. Eigentlich handelt es sich bei der Rally um gemeinsames Zelten mit Fahrzeugschau und ein paar Spielen mit und ohne Fahrzeug.
Morgens nach dem Frühstück haben Anton und ich den Robin bepackt und sind dann Richtung Derby aufgebrochen. Das Ganze war auch Test gedacht für unsere baldige Rückfahrt nach Deutschland, die wir ja auch im Robin machen werden. Von einem Kollegen hatte ich noch den sehr guten Tipp bekommen, unterwegs auf halber Strecke beim British Motor Museum einen Stopp einzulegen.

Immer noch einer der schönsten Wagen: Jaguar E
Das British Motor Museum widmet sich fast ausschließlich den Britischen Herstellern, also Jaguar, Austin, Morris, Rolls-Royce etc. und auch ein kleiner Reliant Regal ist in der Sammlung.
Wir haben also ca. eine Stunde Im Museum zugebracht und dabei unseren Robin sich erholen lassen.
Dann sind wir weiter Richtung Derby und wohlbehalten auf der Camp-Site, dem lokalen Rugby-Club angekommen.
So sah das Camp aus
Die meisten Reliants waren bei unserer Ankunft ausgeflogen, da ein Programmpunkt gerade eine gemeinsame Ausfahrt war. Da Anton und ich nicht zelten wollten, sind wir erst mal zum Hotel gefahren und danach noch nach Derby rein. Das kann man in unserem anderen Blog hier lesen.
Abends sind wir dann zuerst zum Autowaschen gefahren, da wir ja auch zum Präsentieren gekommen waren. Also sind wir in Derby auf so einen dieser Autowaschplätze gefahren und begeistert von einer Gruppe osteuropäischer Autowäscher in Empfang genommen.


Die haben den Robin wirklich Tipp-Topp einshampooniert und gewienert, alles für 10 Pfund. Damit waren wir bereit für das Treffen.
Abends sind wir dann beim Treffen wieder angekommen und hatten dann gleich unsere ersten Benzingespräche, da unsere Heizung sich nicht mehr regeln ließ und ich mal vorne in den Motor reingeschaut habe. Sofort war ich von einer Menge freundlicher Helfer umringt, die jeder ihre eigene Vorstellung zur Reparatur von Heizung bei der Hand hatten. Bei unserer Heizung ist das Ventil zur Steuerung undicht und so verlieren wir immer mal Wasser aus dem Heizkreislauf.

Schöner Regal
Ein sehr freundlicher Regal-Fahrer versuchte dann den Zug zur Steuerung der Heizung zu reparieren, allerdings ohne Erfolg. War ja auch nicht so wichtig udn bis dahin haben wir uns nichts gedacht.
Abends gab es dann Unterhaltung im Pub, der zum Rugby-Club dazugehört. Ein Country und Rock'n'Roll_Sänger mitsamt Gitarre trat auf und einige der Reliant-Owners hatten sich sogar entsrpechend mit Western-Klamotten ausgestattet.

Im Puib
Da weder Anton noch ich so echte Fans von Country oder Rock&Roll sind, haben wir uns dann auf den Weg ins Hotel gemacht, haben noch ein bisschen rumgezappt und sind dann ins Bett.
Weiter geht es im zweiten Teil...

22.7.15

Auto Show Uxbridge

Endlich, endlich konnten der Robin, Antja und ich mal wieder zu einer Motor Show; und zwar nach Uxbridge.

Jaguar E und Caterham
Und das ist hier in England dann doch anders als in Deutschland, weil hier wird nicht nach Alter oder Originalzusatnd geschaut, wer kommt ist willkommen. Und so stehen dann aufgemotzte Ford Focus neben altehrwürdigen Rolls-Royces und das ist eigentlich gut so. In Deutschland darf man ja meistens nur mit einem echten "Oldtimer" (übrigens ein Begriff, der hier so wenig bekannt wie Handy ist), also mindestens 30 Jahre alt und dann noch mit H-Zulassung, auf so eine Veranstaltung.
Hier in Uxbridge war alles vertreten und der Reliant Club mittendrin.

Scimitar, Robin und Ant nebeneinander
Der Club hatte eine gemeinsame Anmeldung durchgeführt und so sind wir für gerade mal 2,50 GBP mit unserem Robin und den Passagieren also Antja und mir aufs Gelände gekommen. Insgesamt sind sieben Autos vom Club dabeigewesen. Ein Scimitar (Reliant Sportwagen mit viel Fordtechnik drin), zwei Robins, drei Rialtos und ein Ant. Der Reliant Ant ist ein echtes Unikum, da er ähnlich wie der Piaggio Ape ein Kleinlaster mit drei Rädern ist und auf bewährter Reliant Technik beruht. Dieser hier hat die gleiche 850 ccm Maschine wie mein Robin an Bord. Besonders hübsch ist er nun mal nicht, aber sehr speziell.
Da wir als Club da waren, blieb so viel Zeit für jeden mal über die Show zu gehen und andere Autos anzuschauen oder auch mal was zu Essen oder zu trinken. Und es gab viel zu sehen; wie zu erwraten viele alte Jaguars: E-Type aber auch C-Type und D-Type, viele schöne alte Rolls-Royce, aber mein Herz schlägt ja mehr für die Aussenseiter, z.B. der Ford Anglia.

War auch schon mal in einem Harry Potter Film, das Auto der Weasleys
Leider gab es den in Deutschland nie, eine echte Schönheit der 60iger Jahre mit einer Heckscheibe ähnlich dem Ami 8. Und dann gab es auch schöne englische Motorräder, Triumphs und BSAs, eine mir vollkommen unbekannte italienische Rollermarke, Rumi, die Zweizylinder mit 125 ccm verbaute,

Rumi Scooter aus den 50igern
der Club der London-Taxi-Besitzer, die von 1920 bis zur Jetztzeit so fast alle Taxi-Typen aufgefahren haben und auch eine Extrarunde über den Platz gedreht haben.

Klassische Londoner Taxis
Auch hier gab es keine Begrenzung auf Baujahr oder Zustand, alles vertreten.
Sehr edel war dann die spezielle Ausstellungsfläche für die Autos, die am Concours, also dem Wettstreit für das schönste Auto in verschiedenen Klassen, teilnahmen. Seltsamerweise gab es keine Klasse für Dreiräder, sonst hätte ich ja mitgemacht und bestimmt auch gewonnen. Nach Picknick, mehreren Besichtigungen über den Platz, einem Abstecher zum Bar-Zelt habe ich noch wunderschöne Fensterkurbeln für 2 Pfund das Stück erstanden, bei denen ich mich bis heute nicht entscheiden kann, welches Paar ich einbaue. Ich werde wohl jeden Monat ein anderes Paar einsetzen. Da das Wetter wirklich super war, habe ich auch noch einen Sonnenbrand abbekommen und so gegen 16:00 Uhr sind wir wieder nach Hause gerollt.

Rolls geht ja immer
Nächstes Jahr wieder.

9.5.15

Reliant Owners Club of Surrey

Durch meinen Umzug nach London bin ich jetzt im Surrey Branch des Reliant Owners Club. Ich bin ja eigentlich kein Vereinsmensch, aber da der Reliant ja nicht nur rumstehen soll, habe ich mich jetzt zum zweiten Mal auf den Weg zum Vereinstreffen gemacht. Das Treffen findet immer am ersten Dienstag im Monat in Leatherhead, ca. 20 Meilen von uns entfernt, in einem Gemeindesaal statt. Immerhin haben mir die Club-Mitglieder den Weg zum freundlichen Schrauber Peter gewiesen und außerdem wollte ich auch mal mit ein paar von den Clubmitgliedern zu einem englischen Oldtimertreffen.

Da der Reliant hier in England nicht unbedingt als pflegenswertes Oldtimer-Modell gilt, sind die Mitglieder eher schrullige Alte, die immer noch einen schrägen Untersatz haben. D.h. für den ein oder anderen war das der erste und evtl. auch einzige Wagen in ihrem langen Leben. Es gibt auch ein paar jüngere unter den Mitgliedern, aber die Mehrzahl der Damen und Herren ist schon im fortgeschrittenen Alter.
Beim Treffen am letzten Dienstag war Concours de Elegance angesagt, d.h. ein paar der Mitglieder haben sich die Reliants, die draußen standen angeschaut und einen ersten und einen zweiten Preis ausgegeben:
Den ersten Platz machte ein Reliant Kitten Baujahr 1975
der linke ist der erstplatzierte Kitten, der rechte ein Robin aus den 90igern

 und den zweiten Platz macht ein besonders schöner Robin aus dem Jahre 1976

Ja, ich gebe es zu, das ist meiner
Ansonsten gab es die Tagesordnungspunkte Oldtimertreffen - wer macht mit und Reliant Rallies - wer macht mit. Dann Kuchen und Tee für 20p und eine Verlosung von Leckereien, Schmierstoffen und Werkzeug.
Ich habe nichts gewonnen, werde aber sicher mit zur Autoshow in Uxbridge fahren und evtl. auch an einer der Rallies teilnehmen. Rally bedeutet in dem Fall lockere Ausfahrt und abends das ein oder andere Pint. Ein Achtzigjähriger (echt 80 Jahre) hat sich bei der Diskussion besonders für den zweiten Teil interessiert.

28.4.15

Ein zweiter Besuch in Tooting

Da Peter, der nette Schrauber aus Tooting (siehe auch voriger Post) mir ans Herz gelegt hat Verteiler und Kühler zu tauschen, habe ich mich auf die Suche nach einem "neuen" Verteiler gemacht und bin nach Hinweisen aus dem Reliant-Forum auf den elektronischen Verteiler von Simonbbc gestoßen.

Für knapp 35 GBP habe ich den neuen Verteiler bei ebay erstanden und jetzt hat mir Peter diesen zusammen mit einem neuen Kühler aus seinem Bestand für 160 Pfund eingebaut.

Und das hat es echt gebracht. Der Wagen läuft jetzt super rund, leiser und wenn ich den Reliant-Experten glauben kann, dann braucht er jetzt auch noch weniger Benzin. Alles dank Elektronik.
Ich werde weiter berichten.