25.6.19

Ist das das Ende vom Robin?

Das war bisher kein gutes Jahr für den armen Robin, aber der Reihe nach.

Im August  letzten Jahres war mal wieder TÜV fällig und da hat er schon so ein paar Mängel aufgewiesen, die der Prüfer nicht so leicht übersehen wollte. Das waren vor allem CO Werte. Dann habe ich mich auf die Suche nach einer neuen Werkstatt gemacht, weil meine alte leider nicht mehr so verlässlich war. Die normalen Autowerkstätten haben abgewinkt, zuviel neues und wir machen halt lieber Fehlercode auslesen mit unserm Bosch-Gerät und das war's. Einer sagte mir auch, als ich im Herbst vorstellig wurde, ich würde es ja gerne machen, aber ich verdiene mehr mit Reifen umrüsten.
Nach längerer Suche habe ich dann eine gute Werkstatt, die Fahrzeugschmiede in Bad Homburg, gefunden und die waren auch bereit Neues zu lernen. Also habe ich dann den Wagen hingefahren und erst mal zwischen alten Amerikanern geparkt:


Robin unter US-Amerikanern

Die Fahrzeugschmiede hat sich nämlich in erster Linie auf amerikanische Oldtimer spezialisiert, aber ein Robin war jetzt trotzdem noch willkommen. Und im Oktober hatte ich wieder neuen TÜV.
Der Winter war dann eher unspektakulär, dank neuer Batterie lief eigentlich alles ganz rund und selbst im Dezember bin ich noch mit dem Robin gefahren. Im Frühjahr wurde es etwas ruckeliger, der Wagen lief nicht mehr sooo rund, aber eigentlich fuhr er ja noch ganz tapfer.
Eines Morgens im März bin ich morgens aus der Tiefgarage die Rampe hochgefahren und der Motor ist wie schon öfters ausgegangen. Nicht weiter tragisch, das passiert schon mal morgens. Aber leider war auch die Bremse nicht mehr funktionstüchtig, d.h. alleine mit der Fußbremse konnte ich den Wagen nicht davon abhalten, wieder zurück in die Garage zu rollen. Und da war inzwischen das Rolltor heruntergefahren, sehr unangenehm.
Unversehens bin ich mit dem Robin rückwärts durch das Rolltor gekracht, das sich Gottseidank aus der Führung gelöst hatte und jetzt zum großen Teil auf dem Dach des armen Robins befand.

Schäden halten sich noch in Grenzen
Nach dem Schock, habe ich den Wagen erst mal wieder in seine Box zurückgerollt, Versicherung angerufen und einen neuen Termin mit der Werkstatt ausgemacht. Bei denen hat sich dann herausgestellt, dass der vordere Bremszylinder leck war und ich deshalb keine Druck mehr auf der Bremse hatte. Nachdem ich den Bremszylinder in England für kleines Geld bestellt hatte, dauerte es nicht mehr lange und ich konnte mein Dreirad wieder in Betrieb nehmen.
Allerdings musste ich deshalb dieses Jahr auf die doch so schöne Odenwald-Osterglockenfahrt verzichten. Dafür ist er leider nicht mehr fertig geworden.
Stattdessen habe ich mich auf die Suche nach einem Lackierer gemacht, der die Schönheitsreparaturen ausführen könnte. Der Erste rechnete schon mal mit 2000 Euro, was mich leicht verschreckte, der Zweite wollte es mit polieren und kleinen Nachbesserungen erst mal versuchen, was mir sehr viel sympathischer erschien. Also Termin gemacht und das Beste gehofft. Aber dann kam alles anders.
Denn da gab es noch den Termin mit dem Oldtimer Mitfahrtag in Kronberg, an dem ich mit viel Spaß schon mal teilgenommen habe. Das war schon länger geplant und trotz einiger Kratzer wollte ich mitnachen, der Wagen fuhr ja noch. Das Wetter war gut und so sind Antja und ich mit zwei Wagen Sonntags morgen nach Kronberg gerollt.
Guten Platz haben wir auch bekommen
Die erste Runde durch Kronberg und Königsstein ging ganz prima, der Wagen fuhr gut, stotterte manchmal etwas, aber das kann man einem Wagen von 76 schon mal nachsehen.
Auf dem Platz waren wieder tolle Autos zum bewundern, mehrere Jaguar Es und Porsches, aber auch ein Rolls Royce von 1936 und ein Aston Martin DB5.
Als ich dann einen zweiten Fahrgast auf den Rundkurs mitnehmen wollte, wollte der Robin nicht so recht anspringen. Es gab eine Fehlzündung und dann kam auch schon Rauch aus dem Motorraum und die Leute drum herum gestikulierten schon wild. Als ich die Motorhaube öffnete kam mir eine größere Flamme aus Richtung Luftfilter / Vergaser entgegen. Ich war zwar geschockt, aber suchte relativ gelassen den Feuerlöscher aus dem Kofferraum heraus und löschte das Feuer mit zwei kurzen Stößen. Dann war der kleine Feuerlöscher auch schon leer.
Gelöscht, aber was ist noch heil?

Begutachtung der Schäden
Ja, vielleicht hätte ich mal besser auf die Nöte meines Motors gehört und nicht die eine oder andere Fehlzündung dem Alter zugeschrieben. Mehrere gute Tipps habe ich danach noch von anderen Mitfahrern bekommen, aber die meisten habe ich vergessen, da ich wohl ziemlich unter Schock stand. Einer der Mitfahrer, erklärte mir, dass sich wohl im Luftfilter Öl und  Benzin gesammelt hatte und dieses bei der Fehlzündung entzündet wurde.
Sieht gar nicht so schlimm aus

Also wie weiter? Erstmal musste der Wagen weg, am besten zu meiner neuen Werkstatt in Bad Homburg. Telefon gezückt und ADAC angerufen. Als ich denen erklärt habe, dass mein Auto gebrannt hat und ich den Brand gelöscht habe, sind die zurückgezuckt und haben darauf bestanden, dass ich die Feuerwehr rufe (??!!). Natürlich habe ich auch das gemacht. Und die waren sehr freundlich (im Gegensatz zum ADAC) und haben mir einen Feuerwehrmann auf dem kleinen Dienstweg zum Berliner Platz, wo mein Auto noch stand, geschickt. Der traf dann auch nach einer halbe Stunde ein und hielt eine Wärmebildkamera auf den Motorraum und natürlich war da nichts mehr. Aber gut, wenn der ADAC es so will...
Wieder den ADAC angerufen und ihnen auch erklärt, dass das Löschpulver aus dem Motorraum raus muss bevor ich den Wagen zur Werkstatt bringen kann. Das hatten mir auch mehrere gesagt, ansonsten greift es alles Metall an. Aber der ADAC fühlt sich für sowas nicht zuständig "Wir schleppen nur ab!". Na, toll!
Gottseidank habe ich noch einen offene Tankstelle um die Ecke gefunden, die auch noch eine Waschanlage hatte, in der ich den Motorraum mit einem Schlauch ausspritzen durfte. Mit ein paar Helfern haben wir den Robin dorthin geschoben und nach dem wir ihn erst gründlich ausgesaugt haben, sind wir dann noch mit dem Schlauch durch. Und dann endlich konnte ich mich vom ADAC abschleppen lassen.
So und jetzt steht er in die Werkstatt und ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals noch mit dem Wagen fahren werde. Das wird dann im nächsten Post geklärt.





3.4.18

Osterglockenfahrt im Odenwald

Die Saison hat begonnen auch wenn es noch kalt ist. Von einem Kollegen, Oliver, der auch ein schönes Schätzchen fährt, habe ich den Tipp bekommen, bei der Osterglockenfahrt der Odenwälder Oldtimerfreunde (schöne Alliteration), einer touristischen Ausfahrt für Old- und Youngtimer, teilzunehmen. Also sind wir morgens früh (kurz nach sieben Uhr!!) nach Erbach im Odenwald aufgebrochen. Es war noch kalt aber trocken. Nach einer Stunde Fahrt sind wir auf den Hof dort gerollt und haben erstmal die "Konkurrenten" in Augenschein genommen.
Rennnummer 114 aufgeklebt, jetzt kann es losgehen
Dann gab es eine kurze Vorbesprechung und dann drängelte sich alles, weil jeder vom Hof wollte, aber nicht alle durften. Aufgrund der Auflagen sollten wir eigentlich im Abstand von einer Minute starten, bei 120 Fahrzeugen ein langwieriges Unterfangen. Zuerst die Motorräder und dann bildete sich eine lange Schlange auf dem Parkplatz.
Nach so ca. einer Stunde ging es dann auch für uns los. Die erste Prüfung war das Assoziieren von Auto- und Oldtimer-spezifischen Begriffen, wie Porsche und Zuffenhausen oder auch das Datum der Gründung des Clubs zu wissen. Mit ein bisschen Raten hatten wir das geschafft und uns dann auf die Strecke aufgemacht.

Selfie mal anders
Der Rundkurs war ca. 80 KM lang und die erste Sonderprüfung war nach knapp 20 KM. Dabei ging es darum einen alten Schraubenschlüssel auf eine vorgegebene Schlüsselbreite einzustellen. Bei uns waren das vorgegebene 36 mm und wir hatten uns nur um 4 mm verschätzt. Weiter ging es durch den schönen Odenwald und so langsam wurde es auch im Auto warm. Die nächste Station war dann die Winzergenossenschaft in Groß-Umstadt. Und da wir schon mal da waren haben wir gleich mal den Prosecco hier probiert und auch noch ein, zwei Brötchen verdrückt. Im Hof war ein regelrechter Oldtimer-Stau.

Anstehen zur Sonderprüfung
Die Aufgabe hier war es einen vorgegebenen Abstand zwischen den Außenspiegel und einem Pfahl zu bringen, bei uns war das anderthalb Meter und die haben wir um so 20 cm verfehlt. Danach ging es weiter durch den inzwischen sonnigen Odenwald zur nächsten Prüfung.
Da es nicht auf Zeit ging und wir uns mit Oliver und seiner restlichen Familie bei Prosecco über Odenwald, Osterglocken und Oldtimer ausgetauscht hatten, war jetzt die Reihenfolge so, dass Oliver hinter mir herfuhr.

Das war noch auf dem Hof der Winzergenossenschaft
Beim nächsten Stopp mussten wir schätzen, wann der Katalysator verpflichtend in der Bundesrepublik eingeführt wurde. Wir haben 1984 geschätzt, richtig war hier 1989. Bei dieser Prüfung standen wir in einer Schlange hinter einer Gruppe von Fiats (zwei 500er, ein 850er, ein Panda mit einem schwappenden Benzintank und einem Autobianchi A112) ,aber das ging diesmal zügig.
Sehr malerisch
Die nächste Prüfung war dann eine Gleichmäßigkeitsprüfung, d.h. man musste eine festgelegte Strecke in einer vorgegebenen Zeit durchfahren. Uns standen 22 Sekunden für eine etwa 250 Meter lange Strecke zur Verfügung. Ich bin das erstmal ganz gemächlich angegangen, um dann nach der Hälfte festzustellen, dass ich viel zu langsam war. Auch den Rest voll zu beschleunigen war hat dann nicht mehr gereicht, aber hey, das war ein Spaß.
So gegen 14:00 Uhr sind wir dann wieder zurück zum Ausgangspunkt gekommen und haben unsere Preise (ein Töpfchen Osterglocken für die Dame und einen Schwartenmagen für den Herren ?!) in Empfang genommen und einer der Herren vom Club erzählte noch etwas über mein Auto dem geneigten Publikum. Das hat er übrigens bei allen gemacht, nur bei mir ist er sehr ausführlich geworden.
Anschließend haben wir uns ein Mittagessen gegönnt und sind noch etwas über den Platz geschlendert, um ein paar Autos genauer anzuschauen. Leider waren schon viele nach der Rallye gleich weiter nach Hause gefahren.
Um 15:00 Uhr gab es noch eine Siegerehrung und wir waren auch schon fast auf dem Sprung. Viel hatten wir uns ja nicht ausgerechnet und am Ende sind wir so irgendwo um den 50. Platz gelandet. Ich hoffe die Odenwälder Oldtimerfreunde stellen die Wertung bald online.
Aber als wir schon fast am Gehen waren und ich mich angeregt mit anderen unterhielt, fiel dann noch unserer Name und wir haben tatsächlich einen Pokal gewonnen und zwar den Ehrenpreis des Präsidenten, was wohl bedeutet, der Präsident fand mein Auto skurril genug, um es gesondert auszuzeichnen und damit bin ich jetzt verdammt beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder anzutreten.

Überraschende Extrakategorie beschert mir auch einen Pokal
Kommen wir mal zum Fazit: Der Spaß war auf jeden Fall riesengroß, Odenwald ist zwar nicht ganz um die Ecke aber eine Tour allemal wert, der Robin ist immer noch ein Hingucker auf jeder dieser Veranstaltungen und jetzt habe ich Blut geleckt.
Meinem Kollegen, Oliver, noch einmal vielen Dank einerseits, dass er mich auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht hat und uns dann andererseits zusammen mit seiner Frau Jenny so nett begleitet hat. Und natürlich den Odenwälder Oldtimerfreunde  für die gelungene Veranstaltung und natürlich den Pokal.

Ausbeute der Osterglockenfahrt




2.4.18

Aus dem Winterschlaf erwecken

Viel zu lange stand der Robin in der Garage, da ich mit dem Roller gestürzt bin und mir ein paar Rippen gebrochen habe. Damit war ich erst mal drei Monate ausser Gefecht gesetzt. Und dann habe ich auch noch so einen blöden Stellplatz in einem Doppelparker, der immer leicht abschüssig ist.

1. Versuch: Batterie macht nur noch ein müdes Rrr, den Anlasser kriegt sie gar nicht erst gedreht. Ich habe aber noch eine kleine, extra Starterbatterie, die man zuhause an der Steckdose laden kann, aber auch die ist nach dreimal orgeln leer.
Sehr brauchbar und billig

Also Batterie ausgebaut über Nacht an das Ladegerät des Nachbars gehängt und am nächsten Tag wieder versucht.

2. Versuch: Schon besser, der Anlasser dreht, aber immer noch keine erfolgreiche Zündung. Ich schätze mal es liegt an der abschüssigen Stellung. Da hat es das Benzin schwer von hinten im Tank vorne in den Vergaser zu kommen. Also habe ich mit Anton zusammen, den Robin erst mal aus der Box geschoben und ihn gerade gestellt. Aber auch hier haben wir nach ca. 20 Startversuchen nur zwei leere Batterien. Also den Wagen diesmal andersrum wieder in die Box und wieder alles aufladen.

3. Versuch: Mit Antjas Auto Starthilfe bekommen, aber auch jetzt kommt es zu keiner erfolgreichen Zündung so lange wir auch orgeln. Uiuiuiuirrrruiuiui, aber kein Puff, Päng, Päng.

4. Versuch: Inspiriert von einem ADAC Mitarbeiter, der mir vor einem Jahr geholfen hat, habe ich mir bei eBay Starthilfespray bestellt und die Batterien nochmal aufgeladen.
Noch so ein hilfreiches Tool
Und dann haben Antja und ich in der Garage gehockt, ich habe versucht zu starten und Antja hat ordentlich Motorstarter-Spray in den Luftfilter gesprüht. Nachdem fast zwei Drittel aus der Dose raus waren, lief der gute Robin endlich wieder.
Also raus mit dem Wägelchen und ihn erst mal ein bisschen ausgefahren. Als wir zurückgekommen sind, habe ich ihn gar nicht erst wieder auf seinen Platz in der Tiefgarage gestellt, sondern auf unserem Carport geparkt, der praktischerweise etwas abschüssig nach vorne liegt Von dort kann man ihn einen kleinen Hang runterrollen lassen. Die nächsten Tage habe ich das auch benötigt, da der Robin immer noch nicht so richtig anspringen wollte.
Somit war es an der Zeit eine neue Batterie zu ordern. Von meinen englischen Gewährsleuten habe ich den Tipp bekommen, unbedingt eine Varta zu bestellen. Die Batterie war schnell gefunden:
Ein Muster an Verlässlichkeit
Allerdings habe ich im Eifer des Gefechts nicht so genau auf die Anschüsse geachtet. Meine alte Batterie hatte so Ösen, in denen die Polschrauben befestigt wurden, diese Batterie hat Pfosten. Also musste ich noch Polklemmen und Adapterhülsen besorgen und auch noch ein bisschen schrauben, hämmern und bohren aber jetzt bin ich mit der Batterie sehr zufrieden und der Robin springt jeden morgen an ohne weitere Hilfsmittel wie Jump Starter, Motorspray, abschüssige Strasse usw. zu benötigen.

12.8.17

Werbemassnahmen und FAQ

Seit kurzem fahre ich mit einem Aufkleber auf meinem Robin herum, der auf dieses Blog hinweist und damit sind auch die Zugriffszahlen gestiegen.
Wider dem SUV-Wahnsinn

Der Grund ist, dass immer mehr Leute noch mehr über dieses Auto wissen wollen. Hier mal die meistgenannten Fragen.
  • "Fällt der nicht um?"
    Nö, der Wagen is äußerst stabil, eher schleudert das Heck, als dass er umfällt. Auch bei Top Gear mussten die Techniker erst am Differential rumbasteln, damit Jeremy Clarkson vorführen konnte, dass der Wagen umfällt. Von alleine nur durch normale Fahrweise fällt ein Reliant nicht um.
  • "Was hat der denn für einen Motor drin?
    Im Reliant werkelt ein Reliant-eigener Motor von Reliant entwickelt und gebaut. In den früheren Jahren ein 700 ccm, und dann ab 1974 ein 850er, wie in meinem.
  • "Ist das nicht das Mr. Bean Auto?"
    Nein, ist es nicht. a) Mr. Bean fährt einen klassischen Mini und b) taucht in mehreren Folgen ein Reliant Regal auf, den Mr. Bean dann regelmässig von der Strasse drängt. Der Regal war der Vorgänger des Robins, also des Typs, den ich jetzt fahre.
  • "Technische Daten?" "Baujahr?" "PS?"
    siehe Technische Daten hier im Blog, mein Reliant ist von 1976.
  •  "Ist das nicht voll umständlich mit der Rechtslenkung?"
    Nein, nicht sehr. Es gibt zwei Einschränkungen, Parkhausein- und ausfahrten und enge Kurven die man schwerer überblicken kann. An die Schaltung auf der linken Seite gewöhnt man sich schnell.
  • "Bekommt man für den noch Ersatzteile?"
    Ja, und zwar auch recht billig. Hier im Blog habe ich schon ein paarmal von meinen Bestellungen aus England und den Niederlanden berichtet. Tatsache ist, dass Reliant den Motor bis fast 2001 so gebaut hat. Viele Teile in meinem Motor stammen aus einem Reliant Rialto von 1989. Karosserieteile sind auch noch vorhanden, da der Robin wie alle Reliants eine GFK-Karosserie hat, die nicht rosten kann. Elektrische Teile und Lampen, etc. sind nicht nur bei den Reliants im Einsatz. Vergaser, Anlasser, Lichtmaschine wurde auch in anderen englischen Wagen wie z.B. Minis und Triumphs verbaut. Auch da herrscht kein Mangel und Nachbauten sind ebenfalls verfügbar. Schwierig wird es bei den Kleinteilen; Schlösser, Scharniere, Innenausstattung. Da muss man mehr suchen.
Und für die, die mich selber auf der Strasse ansprechen, habe ich jetzt auch eine Visitenkarte für den Robin.

Also einfach fragen, davon habe ich genug.

26.6.17

Rotary Oldtimer Mitfahrtag in Kronberg

Was für eine tolle Idee: In Kronberg veranstalten die Rotarier ein Klassiker-Event, bei dem die stolzen Besitzer gegen eine Spende interessierte Besucher auf eine Tour um Kronberg herum im Oldtimer mitnehmen.
Ein Gogo allein (es waren aber zwei davon da)
Alle Spenden wandern dann zum KidsCamp: "Bei KidsCamp handelt es sich um ein Zeltlager für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 15 Jahren aus bedürftigen Familien – Kindern, die sich eine besondere Belohnung verdient haben!"
Wirklich eine gute Idee, denn wir Klassikerfahrer führen unsere Autos gerne vor und erklären auch gerne mal das besondere an unseren Autos. Eigentlich wollte Anton ja mitkommen, aber um 10 Uhr  hatte er es noch nicht aus dem Bett geschafft und so bin ich alleine nach Kronberg gebraust.
So sah es am Morgen aus
Dort angekommen gab es wirklich staunenswerte Wagen, oben kann man einen exzellenten Mercedes 600 sehen, neben mir ein MG, eine Volvo Amzone, ein Citroen DS Cabrio und und und. Das Wetter war super und fast zu heiß. Jeder Fahrer bekam eine Nummer (ich die 10) und wurde dann aufgrund der Nummer gebucht.
Rechts das Dieselross - der alte Trecker
Es gab auch noch einen alten Traktor mit Hänger, der in dem Hänger gleich sechs Mitfahrer kutschieren konnte. Das lief besonders gut. Besonders begehrt waren natürlich aufgrund des Wetters die Cabrios. Und da gab es ein paar zur Auswahl.
Citroen DS Cabrio
Gleich zwei Jaguar E Cabrios, MG und Skoda und dieses wirklich schöne DS Cabrio, das fast immer unterwegs war. Nach zwei-drei Ausfahrten wollte ich auch mal wo mitfahren, und da habe ich gleich den ältesten Wagen auf dem Platz gewählt.

Vorne der MG Midget, hinten ein Lomax, das zweite Dreirad auf dem Platz
Ein MG Midget aus dem Jahre 1929. Extrem unbequem aber einmalig. Der Fahrer hatte ein ähnlich lockere Einstellung zu seinem Wagen wie ich zu meinem. Der Wagen soll benutzbar sein und bewegt werden, kein Museumsstück. Sehr sympathisch. Am Ende der Runde war ich aber froh, dass ich aus der Kiste wieder rauskam. Aufgrund des geringen Platzangebots musste ich mit angezogenen Beinen eingeklemmt zwischen Sitz und Armaturenbrett mitfahren. Aber spaßig war es.

So eine Isetta ist ja auch was Feines
Ich selber habe so ca. 10 Leute durch die Landschaft chauffiert und es hat sehr viel Spaß gemacht. Also wenn ich nächstes Jahr noch hier bin und den Reliant noch fahre, bin ich wieder dabei. Ehrensache.


20.5.17

Wieder in Deutschland

Viel gibt es nicht zu berichten. Erst mal musste der Robin in Deutschland zum TÜV nach zwei Jahre England-Aufenthalt. Das war kein großes Problem. Größer allerdings war das Problem mit dem Heizungsventil. Das war mir schon wieder kaputt gegangen, nach dem es schon einmal in London gewechselt worden ist.. Und dann habe ich es versucht selber zu reparieren, mit dem Effekt, dass er jetzt erst recht leckte.
Unser Haus- und Hofschrauber hatte letztes Jahr so viele Probleme, dass er nur mit viel Bitten an unseren Autos arbeitete. Immerhin haben wir an einem Wochenende ihn dazu bekommen, zumindest den Robin wieder zum Laufen zu bringen. Jetzt schleift zwar der Heizungslüfter, aber das ist sowieso eher Luxus.
Original Tankstelle an der Central-Garage

Und im Frühjahr haben Anton und ich uns dann mal wieder auf ein Treffen  zur Central Garage aufgemacht. Sehr nett. Unser Wagen ist auch gleich aufgefallen.

Schöne Porsches und ein Reliant

Porsche und Mercedes gibt es ja zuhauf aber Reliants sind immer noch exotisch in Deutschland. Das Treffen war nicht all zu groß, aber nett, mit interessanten Exoten. mein Favorit war ein Ami 6, von dem ich gar kein Foto habe.
Gleich am Anfang bin ich noch von einem freundlichen Herren angesprochen worden, der uns zu einem wieteren Event eingeladen hat: Zum dritten Oldtimer Mitfahrtag in Kronberg. Also wer mal in einem Robin mitfahren will, der sollte sich am 11. Juni in Kronberg einfinden.

Rückfahrt von London nach Bad Vilbel

(Das ist noch vom Sommer 2016)
Nachdem klar war, dass es wieder zurück nach Deutschland geht, war auch klar, dass wir den Reliant auch wieder auf eigener Achse nach Bad Vilbel bringen wollte. Anton war auch wieder als zuverlässiger Beifahrer dabei.
Zuerst hatte ich eine Fähre ab Dover gebucht, aber aufgrund der Verkehrslage hatte ich dann auf den Tunnel umgebucht.
Auf zum Zug
Die Fahrt verlief auch recht unspektakulär. Der Robin machte kaum Zicken, dank neuem Motor und schnurrte nach Folkestone ohne Probleme. Im Zug konnte er sich dann etwas entspannen.
Auch im Zug ein Gesprächsthema, der Reliant
Von Calais ging es dann wie gehabt über Belgien zu meiner Schwester nach Kerkrade und von da zurück nach Bad Vilbel. Alles kein Problem.
Eng ist es schon im Cockpit
England, Du wirst uns fehlen, dafür in Deutschland sind wir wieder echte Exoten mit unserem Dreirad.

Abschied in England

Oh, oh, schon lange nichts mehr hier geschrieben. Dann muss ich noch ein bisschen zusammenfassen.
Jensen Interceptor, auch ein feines englisches Auto
Im August sind wir wieder nach Deutschland zurückgezogen, weil es meine Firma so wollte. Da hieß es Abschied nehmen von so vielem. Eine letzte Autoshow haben wir noch mitgenommen; wieder Uxbridge.

Entspannte Ruhe am Reliant Stand (links ein Regal, rechts mein Robin)
Wie immer nett und familiär. Es gab schöne Jaguars und andere englische Sportwagen zu sehen. Die Taxi-Veteranen waren wieder da und es gab genug zu essen und zu trinken.
Dann haben wir uns auch wehmütig von meinen Kumpels aus dem Reliant Owner Club verabschiedet. So richtig habe ich mich ja da nicht zu hause gefühlt, aber es waren nette, schrullige Typen.
Ach das wird mir alles fehlen, es war schön in England. Mal sehen, ob ich es schaffe nochmal zu so einem Treffen zu kommen.

12.6.16

National Reliant Rally zweiter Tag

(das ist der zweite Teil zu unserem Ausflug zum Reliant Treffen in Derby, den ersten Teil gibt es hier)

An unserem zweiten Tag war Großes geplant. So wurden an dem Tag die besten und schönsten Reliants gekürt und da wollten wir mit dabei sein.
Also sind wir morgens früh vom Hotel zum Rugby-Club gefahren und hatten unterwegs unsere erste Panne, da der Motor überhitzte. Scheinbar hatte dem Heizungsregler das intensive Betrachten den Rest gegeben und da Kühlwasser war an der Heizung ausgetreten. Somit hatten wir zuweing Wasser im Kühler und der Motor wurde zu heiß.
Vorsichtig sind wir dann aber weiter und so noch rechtzeitig zum Frühstück in den Rugby-Clubhaus Pub mit Beans and Bacon.


Allerdings bestand jetzt Handlungsbedarf. Mit dem Kühlproblem konnten wir die Strecke zurück nach Hause nicht mehr antreten. Aber bei so einem Reliant Treffen sollten ja ein paar helfende Hände auffindbar sein. Ich habe dann mit James von Castle Hill Garage gesprochen, der mir schon so manches Teil nach Deutschland geschickt hat. James hatte beim Treffen ein großes Zelt mit Ersatzteilen aufgebaut und bastelte die meiste Zeit an irgendwelchen Reliants herum. Allerdings war es mit seiner Zeit nicht so gut bestellt. Erst mal sollten wir uns alle zum Gruppenfoto und Bewerten aufstellen.

Links neben uns ein anderer, schöner Robin MK 1 und noch ein Regal
Langsam füllte sich der Parkplatz am Rugby-Feld und nach knapp zwei Stunden standen da so ca. 50 Reliants.
Fox Campervans
Z.B. diese mir bisher unbekannte Gattung von Campers, Fox Campervans. Auch von Reliant in den 80ern gebaut, war der Fox ein Pickup mit der bekannten Reliant Technik, also die 850 ccm Maschine und eine Karosserie aus Plastik. Auf diesen Pickup wurde dann hinten noch eine Camper-Kabine draufgesetzt, die dann tatsächlich zwei Leuten Platz zum Schlafen gibt.

So sieht es drinnen aus
Wir hatten uns mit einer sehr freundlichen Besitzerin darüber unterhalten und sie war sehr begeistert über ihr Fahrzeug. Zwar ist die Motorisierung mit knapp 30 PS natürlich etwas schwach für einen solchen Camper, aber man kommt immer noch den Berg hoch.
Ein Ant zwischen Regals

Ansonsten gab es noch mehrere Regals, sehr viele Rialtos (dem Nachfolger von meinem Robin), neuere Robins, zwei Scimitars und einen Ant. Zusätzlich zu den Fox Campers waren auch noch andere Vierrräder wie Rebels und Kittens dazugekommen. Anton war etwas enttäuscht, dass kein einziger Bond Bug dabei war. Ein Holländer, der mich am Abend zuvor fast totgequatscht hatte, da ich außer ihm der einzige Nicht-Brite war, kam auch mit einem Rebel, stellte den aber nicht mit zur Begutachtung aus.

Der Rebel aus Holland
Den ein oder anderen kannte ich schon, ein paar waren auch aus meinem lokalen Club in Surrey nach Derby gekommen, aber die meisten waren für mich neue Gesichter, auch wenn ich den ein oder anderen schon "Online" kennengelernt hatte. Z.B. James und John, die mir schon so viele Ersatzteile nach Deutschland geschickt haben.
Dann wurde die Rally offiziell eröffnet und wir als Besitzer mussten unsere Autos anmelden, um bewertet zu werden. Kategorien gab es zuhauf, für jeden Modelltyp, für die beste Restaurierung, das beste Original, die weiteste Anfahrt und das älteste Modell. Da das nachweislich älteste Modell dabei war und schon einen Preis gewonnen hatte, hatte sein Besitzer Geoffrey Payne das Dreirad gar nicht erst angemeldet.
Die weiteste Anfahrt wollte ich nicht beanspruchen und auch der Holländer hielt sich da raus. Der Preis geht wohl schon länger nach Cornwall. Aber für den schönsten Reliant Robin MK 1 habe ich mich eingetragen.

Meiner steht in der rechten Reihe so in der Mitte
Dazu gab es noch ein Rahmenprogramm mit Spielen und Geschicklichkeitsfahren, für das ich mich mit den Kühlerproblemen nicht angemeldet hatte.

Ein Regal beim Geschicklichkeitsfahren
Nach der Bewertung bin ich dann noch mal zu James und habe mich selber an mein Kühlerproblem begeben. Wie zu Erwarten kamen gleich ein paar andere dazu und halfen. Am ende haben wir da Ventil ganz herausgenommen und den Schlauch direkt verbunden. Das hat jetzt aber den Effekt, dass die Heizung immer läuft und die Gefahr besteht, dass sich ein Lufteinschluss bildet.

Hinten James' Zelt mit den Ersatzteilen, vorne Reliants, die Hilfe nötig haben

Aber immerhin war damit das Problem erst mal gelöst und um auf Nummer sicher zu gehen, haben sich Anton und ich dann auch recht bald auf den Heimweg gemacht.
So ein schicker Jaguar im Motor Museum

Wir haben dann noch mal nach 30 Meilen einen kurzen Stopp machen müssen, da sich der Kühler doch stark erhitzte, aber danach lief der Motor wie ein Uhrwerk. Ein halbstündiger Boxenstopp noch einmal im British Motor Museum und dann ging es durch bis nach Hause.
Erschöpft aber glücklich haben wir dann den Wagen in die Garage gestellt und dann haben wir noch erfahren, dass wir den ersten Platz in der Kategorie Reliant Robin Mk 1 gemacht haben. Also sehr erfolgreich das Wochenende, nur muss ich jetzt wieder zu Peter bei Mac Motorcycles, um Kühler zu checken und die ein oder andere Sache reparieren zu lassen, bevor es zurück nach Deutschland geht.


8.6.16

National Reliant Rally 2016 1.Tag


Am langen letzten Mai-Wochenende war National Rally des Reliant Owner Clubs in Derby. Noch nicht einmal 230 KM von unserem Haus in Richmind entfernt, das ist ja keine Entfernung für unseren langstreckenerprobten Robin.  Und so haben Anton und ich uns auf den Weg gemacht um Samstag und Sonntag in Derby ein paar Reliant Enthusiasten zu treffen.

Ganz vorne das älteste noch erhaltene Dreirad von Reliant
Rally klingt jetzt sehr sportlich, ist aber in Anbetracht der Fahrzeuge und ihrer Besitzer ein etwas beschauliches Ereignis. Eigentlich handelt es sich bei der Rally um gemeinsames Zelten mit Fahrzeugschau und ein paar Spielen mit und ohne Fahrzeug.
Morgens nach dem Frühstück haben Anton und ich den Robin bepackt und sind dann Richtung Derby aufgebrochen. Das Ganze war auch Test gedacht für unsere baldige Rückfahrt nach Deutschland, die wir ja auch im Robin machen werden. Von einem Kollegen hatte ich noch den sehr guten Tipp bekommen, unterwegs auf halber Strecke beim British Motor Museum einen Stopp einzulegen.

Immer noch einer der schönsten Wagen: Jaguar E
Das British Motor Museum widmet sich fast ausschließlich den Britischen Herstellern, also Jaguar, Austin, Morris, Rolls-Royce etc. und auch ein kleiner Reliant Regal ist in der Sammlung.
Wir haben also ca. eine Stunde Im Museum zugebracht und dabei unseren Robin sich erholen lassen.
Dann sind wir weiter Richtung Derby und wohlbehalten auf der Camp-Site, dem lokalen Rugby-Club angekommen.
So sah das Camp aus
Die meisten Reliants waren bei unserer Ankunft ausgeflogen, da ein Programmpunkt gerade eine gemeinsame Ausfahrt war. Da Anton und ich nicht zelten wollten, sind wir erst mal zum Hotel gefahren und danach noch nach Derby rein. Das kann man in unserem anderen Blog hier lesen.
Abends sind wir dann zuerst zum Autowaschen gefahren, da wir ja auch zum Präsentieren gekommen waren. Also sind wir in Derby auf so einen dieser Autowaschplätze gefahren und begeistert von einer Gruppe osteuropäischer Autowäscher in Empfang genommen.


Die haben den Robin wirklich Tipp-Topp einshampooniert und gewienert, alles für 10 Pfund. Damit waren wir bereit für das Treffen.
Abends sind wir dann beim Treffen wieder angekommen und hatten dann gleich unsere ersten Benzingespräche, da unsere Heizung sich nicht mehr regeln ließ und ich mal vorne in den Motor reingeschaut habe. Sofort war ich von einer Menge freundlicher Helfer umringt, die jeder ihre eigene Vorstellung zur Reparatur von Heizung bei der Hand hatten. Bei unserer Heizung ist das Ventil zur Steuerung undicht und so verlieren wir immer mal Wasser aus dem Heizkreislauf.

Schöner Regal
Ein sehr freundlicher Regal-Fahrer versuchte dann den Zug zur Steuerung der Heizung zu reparieren, allerdings ohne Erfolg. War ja auch nicht so wichtig udn bis dahin haben wir uns nichts gedacht.
Abends gab es dann Unterhaltung im Pub, der zum Rugby-Club dazugehört. Ein Country und Rock'n'Roll_Sänger mitsamt Gitarre trat auf und einige der Reliant-Owners hatten sich sogar entsrpechend mit Western-Klamotten ausgestattet.

Im Puib
Da weder Anton noch ich so echte Fans von Country oder Rock&Roll sind, haben wir uns dann auf den Weg ins Hotel gemacht, haben noch ein bisschen rumgezappt und sind dann ins Bett.
Weiter geht es im zweiten Teil...

22.7.15

Auto Show Uxbridge

Endlich, endlich konnten der Robin, Antja und ich mal wieder zu einer Motor Show; und zwar nach Uxbridge.

Jaguar E und Caterham
Und das ist hier in England dann doch anders als in Deutschland, weil hier wird nicht nach Alter oder Originalzusatnd geschaut, wer kommt ist willkommen. Und so stehen dann aufgemotzte Ford Focus neben altehrwürdigen Rolls-Royces und das ist eigentlich gut so. In Deutschland darf man ja meistens nur mit einem echten "Oldtimer" (übrigens ein Begriff, der hier so wenig bekannt wie Handy ist), also mindestens 30 Jahre alt und dann noch mit H-Zulassung, auf so eine Veranstaltung.
Hier in Uxbridge war alles vertreten und der Reliant Club mittendrin.

Scimitar, Robin und Ant nebeneinander
Der Club hatte eine gemeinsame Anmeldung durchgeführt und so sind wir für gerade mal 2,50 GBP mit unserem Robin und den Passagieren also Antja und mir aufs Gelände gekommen. Insgesamt sind sieben Autos vom Club dabeigewesen. Ein Scimitar (Reliant Sportwagen mit viel Fordtechnik drin), zwei Robins, drei Rialtos und ein Ant. Der Reliant Ant ist ein echtes Unikum, da er ähnlich wie der Piaggio Ape ein Kleinlaster mit drei Rädern ist und auf bewährter Reliant Technik beruht. Dieser hier hat die gleiche 850 ccm Maschine wie mein Robin an Bord. Besonders hübsch ist er nun mal nicht, aber sehr speziell.
Da wir als Club da waren, blieb so viel Zeit für jeden mal über die Show zu gehen und andere Autos anzuschauen oder auch mal was zu Essen oder zu trinken. Und es gab viel zu sehen; wie zu erwraten viele alte Jaguars: E-Type aber auch C-Type und D-Type, viele schöne alte Rolls-Royce, aber mein Herz schlägt ja mehr für die Aussenseiter, z.B. der Ford Anglia.

War auch schon mal in einem Harry Potter Film, das Auto der Weasleys
Leider gab es den in Deutschland nie, eine echte Schönheit der 60iger Jahre mit einer Heckscheibe ähnlich dem Ami 8. Und dann gab es auch schöne englische Motorräder, Triumphs und BSAs, eine mir vollkommen unbekannte italienische Rollermarke, Rumi, die Zweizylinder mit 125 ccm verbaute,

Rumi Scooter aus den 50igern
der Club der London-Taxi-Besitzer, die von 1920 bis zur Jetztzeit so fast alle Taxi-Typen aufgefahren haben und auch eine Extrarunde über den Platz gedreht haben.

Klassische Londoner Taxis
Auch hier gab es keine Begrenzung auf Baujahr oder Zustand, alles vertreten.
Sehr edel war dann die spezielle Ausstellungsfläche für die Autos, die am Concours, also dem Wettstreit für das schönste Auto in verschiedenen Klassen, teilnahmen. Seltsamerweise gab es keine Klasse für Dreiräder, sonst hätte ich ja mitgemacht und bestimmt auch gewonnen. Nach Picknick, mehreren Besichtigungen über den Platz, einem Abstecher zum Bar-Zelt habe ich noch wunderschöne Fensterkurbeln für 2 Pfund das Stück erstanden, bei denen ich mich bis heute nicht entscheiden kann, welches Paar ich einbaue. Ich werde wohl jeden Monat ein anderes Paar einsetzen. Da das Wetter wirklich super war, habe ich auch noch einen Sonnenbrand abbekommen und so gegen 16:00 Uhr sind wir wieder nach Hause gerollt.

Rolls geht ja immer
Nächstes Jahr wieder.